Sorgen um Verkehrsaufkommen in der Kurstadt

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Vertreter der Stadt Bad Bevensen
stellen Wirtschaftsminister Olaf Lies
Bedenken zur A39 vor

Grundsätzlich hat sich die politische Mehrheit der Stadt Bad Bevensen 2014 für den Bau der Autobahn 39 ausgesprochen und steht hinter dem Projekt. Doch der Stadtrat stellt aufgrund der jetzt aktualisierten Planungen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die A39-Abschnitte von Lüneburg nach Bad Bevensen und von Bad Bevensen nach Uelzen wegen ihrer Auswirkungen auf die Kurstadt in Frage. Diese Bedenken der Stadt Bad Bevensen haben Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer und Bauamtsleiter Roland Klewwe am Mittwoch dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies in Hannover vorgetragen.

 

Die Landesbehörde hat der Stadt vor wenigen Monaten mitgeteilt, dass die im Autobahnabschnitt zwischen Lüneburg und Bad Bevensen bei Röbbel geplante Anschlussstelle wegen der Auswirkungen auf die Landwirtschaft an die Landesstraße 252 bei Römstedt verlegt wird. Solange der Abschnitt zwischen Bad Bevensen und Uelzen nicht fertiggestellt ist – gerechnet wird mit einer Bauzeit von drei Jahren – würde der gesamte Verkehr der A39 von der neuen Abfahrt Römstedt durch die Kurstadt rollen. „Wir halten das Zahlenwerk der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für unschlüssig“, sind sich die beiden einig. Sowohl das Zahlenwerk als auch die vorhergesagten Verkehrsflüsse seien nicht nachvollziehbar. „Gerade das aktuelle Beispiel der Sperrung der Bundesstraße 4 zwischen Tätendorf-Eppensen und Kirchweyhe hat gezeigt, dass der Verkehr in Bad Bevensen während der Bauphase deutlich zugenommen hat“, schildert Kammer. Daher ist die Stadt sehr an einer möglichst gemeinsamen Fertigstellung der beiden Abschnitte interessiert.

Die Planungsunterlagen des Abschnittes Lüneburg–Bad Bevensen, so der Minister, liegen derzeit beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zur Prüfung. Lies macht im Gespräch deutlich, dass er darauf bedacht ist, das Zeitfenster zwischen den beiden Abschnitten so gering wie möglich zu halten, um die Belastung für die Stadt zu minimieren. Auf den Verkehrsfluss und das Zahlenwerk der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hingewiesen, erwartet Lies, dass sich die Behörde mit dem untergeordneten Straßennetz auseinandersetzen müsse, um den Verkehrsfluss durch Bad Bevensen und die Ortslagen so gering wie möglich zu halten.
Derzeit gibt es drei Verlaufsvarianten für den Abschnitt von Bad Bevensen nach Uelzen. Die Stadt bevorzugt eine andere Variante als die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Ausschlaggebend für die Landesbehörde sind allerdings die Natur- und Umweltbelange sowie die größere Rechtssicherheit. Die Natur- und Umweltbelange stehen, um zu einer Rechtssicherheit führen zu können, über den menschlichen Belangen. Lies schränkt ein: „Der Variantenvergleich soll möglichst auf einen breiten Konsens gestellt werden, sonst gibt es bereits beim Planfeststellungsverfahren erste Reibepunkte mit der Stadt.“ Bei der Erhebung der Daten für jede einzelne Variante legt das Wirtschaftsministerium großen Wert auf Transparenz.

Eine weitere Sorge hält der Minister für unbegründet: Die Prädikatisierung „Mineralheilbad“ der Stadt Bad Bevensen sei in keinerlei Weise durch das höhere Verkehrsaufkommen beeinträchtigt.

Sollten sich neue Erkenntnisse für die Stadt Bad Bevensen ergeben, so hat Minister Lies zugesichert, dass ein weiteres Treffen im Kreise der Fachleute anberaumt werde.
Stadtdirektor Kammer hat am Donnerstag in der Sitzung des Stadtrates über den Besuch und die Ergebnisse informiert.

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